Pflegende Angehörige – zwischen Liebe, Verantwortung und Erschöpfung

Der schmale Grat zwischen Fürsorge und Überforderung
Anfangs möchten viele alles selbst machen. Doch mit der Zeit steigen die Anforderungen: nächtliches Aufstehen, Medikamente, Hilfsmittel, Arzttermine. Irgendwann bleibt keine Zeit mehr für sich selbst.
Wer zu lange durchhält, läuft Gefahr, in die sogenannte *Pflegeerschöpfung* zu geraten. Warnzeichen sind Reizbarkeit, Schlafprobleme, Schuldgefühle oder das Gefühl, „nicht mehr zu können“.
Selbstfürsorge ist keine Schwäche
Pflegende brauchen Pausen – genauso wie jede andere Person, die Verantwortung trägt. Spaziergänge, Gespräche mit Freunden oder Entlastung durch zeitweise Betreuung sind wichtig.
Auch der Austausch mit anderen Pflegenden – etwa in Selbsthilfegruppen oder online – kann neue Kraft geben. Niemand sollte mit dieser Aufgabe allein bleiben.
Entlastung durch professionelle Betreuung
Eine stundenweise Haushaltshilfe, ein ambulanter Pflegedienst oder eine 24-Stunden-Betreuung können Angehörige enorm entlasten. Wichtig ist, Unterstützung als Ergänzung zu sehen, nicht als Ersatz für familiäre Nähe.
Denn gute Pflege funktioniert dann am besten, wenn alle gemeinsam Verantwortung tragen – Familie, Fachkräfte und Betreuerinnen – mit Respekt, Offenheit und Herz.
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